Mottowoche im Fasching

Unsere Mottowoche

Vor einiger Zeit wurde von vielen Schülern der Wunsch immer lauter einmal eine Mottowoche mit Klamotten zu veranstalten. In der Woche vor den Faschingsferien war es nun soweit. Nachdem verschiedene Vorschläge gesammelt worden waren, stand die Kleiderordnung  für die Woche  fest.

Montag: Jogginghose oder Schlafanzug

Dienstag: schickes Outfit mit Kopfbedeckung

Mittwoch: Neon farbige oder kunterbunte Kleidung

Donnerstag: Faschingskostüm

Freitag: alles auf links bzw. wir tragen alle Nähte außen

Täglich wurden die Prozentsätze der umgesetzten Mottokleidung aus den einzelnen Klassen im Rektorat gemeldet und die Klassen, die am besten abschnitten, bekamen eine süße Überraschung. Um elf Uhr wurde das Erinnerungsfoto an unserem Mottotag in der Aula geschossen.

Der Montag !

Aus Schülersicht:

Endlich konnten wir einmal in Jogginghose zur Schule kommen und kein Lehrer gab einen doofen Kommentar ab.  Manche trauten sich sogar im Schlafanzug zu kommen. Und tatsächlich, auch alle Lehrer hatten ein lässiges Outfit an und kamen in Jogginghose, T-Shirt und Sportschuhen. Teilweise sogar im Bademantel und Schlappen.

Aus Lehrersicht:

Zu unseren Aufgaben gehört nicht nur, dass wir Mathe und Deutsch schulen, sondern auch alltägliche Dinge wie Anstand, Freundlichkeit oder Eindruck zu besprechen. So kritisieren wir häufig, wenn wir täglich auf Jogginghosen statt auf Jeanshosen gucken müssen. Am Montag konnten wir uns nun auch einmal gehen lassen und kamen auch in der Couchklamotte. Zitat: „Das war super, ich musste mich nach der Schule daheim gar nicht umziehen!“

Viele Schüler und Schülerinnen mit ihren Lehrkräften nahmen das Motto sehr ernst und wir hatten drei Klassen (5b, 6b, 8a), die mit 100% in der Klasse das Motto vertraten.

 

Der Dienstag!

Schon morgens in der Aula wurde gekichert und es wurden große Augen gemacht.

Aus Schülersicht:

Boah, unsere Lehrer hatten sich ja so richtig schick gemacht. Lehrer in Anzug und Krawatte oder Fliege – das war ja mal ein ganz anderer Anblick. Könnten sie ruhig öfter machen, wenn wir sie schon den ganzen Tag anschauen müssen. Die Lehrerinnen haben sich in ihr Glitzeroutfit oder in schicke Kleider geworfen und einige hatten sogar einen Hut oder etwas Ähnliches im Haar. Es war auch echt mal interessant unsere Kameraden in Hemden und Krawatte oder in Rock oder Kleid zu sehen. Viele sahen echt voll gut aus, obwohl es auch schwer war, was denn eigentlich schick bedeutet. Als Kopfbedeckungen wurden natürlich viele Caps gesichtet, aber es wurde auch ein Zylinder oder Perücken gesichtet. Das Beste am ganzen Tag war, dass kein Lehrer uns darauf hingewiesen hat, dass wir die Mütze abzunehmen haben.

Aus Lehrersicht:

Schon vor acht Uhr war das Geschnatter im Lehrerzimmer groß. Viele „Ahs“ und „Ohos“ klangen durch den Raum. Die Kollegen hatten sich echt in Schale geworfen. Anzug mit Krawatte oder Fliege bei den Herren und auch die Damen hatten sich in ihre schicken Fummel geworfen. Kleider, Röcke, Blusen und Highheels waren an der Tagesordnung. Viele sahen echt super aus. Könnte man öfter mal machen.

Und dann ging es ab ins Klassenzimmer. Dort trafen wir auf viele jungen Herren in Hemden mit und ohne Krawatten und natürlich auf viele junge Damen in Kleidern und Röcken.  Viele Jungs durften heute endlich mal ihre Mützen auflassen, die Freude war ihnen über das ganze Gesicht anzusehen. Einige Mädels waren ganz schick mit Schmuck und auch Hüten auf dem Kopf.

Um kurz vor elf Uhr wurde es wieder spannend. Welche Klassen hatten heute gewonnen? Zwei Klassen (5b, 8c) hatten jeweils 95 %.

 

Der Mittwoch!

Aus Schülersicht:

Bunt oder neon – das war das Motto für heute. Was ist eigentlich genau bunt. Diese Frage mussten sich viele unserer Kameraden erstmal selber stellen. Reichen bunte Socken aus oder ist ein blaues T-Shirt bunt genug? Einige unserer Mitschüler fanden in ihren Schränken auch knallige Pullover oder Sweatjacken. Eine Klasse war auch ganz originell und kam fast vollständig in Warnwesten, die ja bekanntlich sehr leuchtend sind. Selbst Fingernägel wurden kribbelbunt lackiert. Unserer Lehrer waren ja völlig ausgeflippt. Sie kamen in total bunten Klamotten und hatten Perücken in den auffallendsten Farben an. Von pinker Leopardenstrumpfhose bis Hawaiihemd – bunt muss nicht immer schön sein ;-)

Aus Lehrersicht:

Viele von uns haben sich wohl in die Zeit ihrer Jugend zurückversetzt gefühlt und kramten in ihrem Kleiderschrank. Das Thema hieß ja zum Glück bunt oder neon und nicht, dass es gut aussehen musste J Perücken wurden ausgegraben, Röcke in den komischsten Mustern wurden angezogen und knallige Sportoutfits waren schultauglich, Hawaiihemden hatten Ausgang und Schuhe passten nicht zusammen. Es gab auf jeden Fall etwas zu gucken und zu lachen.

Mit den Schülern ging erstmal die Diskussion los, ob das wirklich bunt ist. Viele Schüler hatten knallige Pullover oder bunte Hosen an. Das Auge konnte sich oftmals kaum beruhigen. Vielleicht sind gedecktere Farben für unseren Alltag angenehmer. Um kurz vor elf wurde es wieder spannend. Welche Klasse war heute der bunte Knaller? Und wie sahen die anderen aus? Beim Fototermin sahen wir gleich alle. Und wieder hatten es drei Klassen auf 100% gebracht (5a, 6b, 7c).

 

Der verrückte Donnerstag!

Heute sollten alle in „ganz normalen“ Faschingsklamotten kommen.

Aus Schülersicht:

Fasching ist nicht so unbedingt das Ding von allen. Gelten vielleicht auch schon farbig gesprühte Haare? Die älteren Schüler hielten sich eher dezent zurück. Die jüngeren Schüler waren voll dabei. Es waren Pandas, Katzen, sexy Kostüme, Indianer, Cowboys uvm. da. Unsere 5. und 6. Klassen feierten in der Aula schon in der 3. und 4.Stunde Fasching. Alle anderen starteten um 10:50 Uhr eine Polonaise quer durch das Schulhaus, die in der Aula endete. Dort feierten dann alle noch ein bisschen gemeinsam. Wahnsinn- viele unserer Lehrer erkannten wir gar nicht. Es lief ein Affe durch die Gegend, der alle erschreckte. Eine Schar Lehrer war dem Obstsalat entsprungen, Melonen, Erdbeeren und Ananas bekamen Füße. Ein komischer Typ in Dreadlocks und ein Pinguin liefen auch herum. Viele unserer Lehrer erkannten wir erst an der Stimme.

Aus Lehrersicht:

Man muss ja glatt ne Viertelstunde früher aufstehen, sonst wird es knapp bis alles so richtig sitzt. Viele Kollegen haben sich in ein tolles Faschingsoutfit geworfen. Im Sekretariat hatte der Teufel das Zepter übernommen und im Rektorat saß eine alte Frau. Im Lehrerzimmer war es völlig kunterbunt. Es gab Krieger, Krankenschwestern, Candy Girls, Scheiche und Hippies. Bei manchem Kollegen musste man schon genauer hingucken oder hören, dass man wusste, wer es war.

Im Klassenzimmer war auch bei vielen Klassen ein kunterbuntes Treiben zu sehen. Es saßen dort Sportler, elegante Damen, Maskenmänner, Mönche, Vampire und vieles mehr in den Bänken. An richtigen Unterricht war kaum zu denken, denn man wurde ja nicht wirklich ernst genommen.

Um kurz vor elf erfuhren wir wieder, wer die faschingsverrückteste Klasse war. Die 5b und die 6b waren zu 100% im Faschingskostüm.

 

Der Freitag!

Heute war die Order, alle Klamotten auf links anzuziehen.

Aus Schülersicht:

Was zieh ich denn da bitte an? Wie soll das mit eine Jeans gehen? Oder zieh ich lieber eine Jogginghose an? Oder mach ich heute überhaupt mit? Ich muss ja schließlich in die Schule laufen! Als man in der Früh das Schulhaus betrat, sah man schon echt viele Mitschüler, die völlig normal angezogen waren. Macht heute jemand mit oder wagt es keiner? Es sah schon ein bisschen komisch aus, als unsere Lehrer ihre Jeans mit den Taschen nach außen an hatten. Manche sah man wieder in Jogginghosen.

Aus Lehrersicht:

Das war mal nochmal eine Herausforderung! Was zieht man denn da am besten an. Pullover ist ja noch easy, aber die Hose. Jogginghose wäre vielleicht die beste Lösung. Und vor allem, wo steck ich meine Schlüssel hin – schon komisch. Kurz vor Ferienstart erfuhren wir, welche Klasse sich auf links aus dem Haus gewagt hatte!

Insgesamt war es eine absolut tolle, interessante und lustige Woche. Könnten wir nächstes Jahr wieder machen ;-)